Nahaufnahme eines Gabelstaplers im Lager

Den Staplerführerschein machen– Hoch stapeln, hoch gewinnen

Im Handel, der Logistik, im Lager, in der Spedition oder bei produzierenden Unternehmen: Gabelstaplerfahrer:innen werden in vielen Branchen und an verschiedenen Einsatzorten benötigt. Um Unfälle beim Hantieren mit großen Paletten mittels Gabelstapler oder Hubwagen zu vermeiden, wird ein Flurfördermittelschein – oder umgangssprachlich Gabelstaplerschein – zwingend benötigt.

Icon Gabelstaplerführerschein

Das darfst Du mit einem Gabelstaplerschein

  • Gabelstapler wie Frontstapler oder Seitenstapler, Hubwagen und Zugmaschinen mit einer Maximalgeschwindigkeit von 6 km/h führen
  • Ausschließlich auf dem Betriebsgelände Gabelstapler fahren
  • In Deutschland Gabelstapler bedienen.

Der Staplerführerschein ist ausschließlich für die innerbetriebliche Nutzung bestimmt. D.h. sobald Du Gabelstapler oder andere Flurförderzeuge auf öffentlichen Straßen (z.B. Zugmaschinen für Land- und Forstwirtschaft) fahren möchtest, benötigst Du den Führerschein Klasse L.

Das musst Du für den Staplerführerschein mitbringen

  • Mindestalter 18 Jahre
  • Schriftliche Beauftragung des Betriebs
  • Sehtest (vom Augenarzt/Arbeitsmediziner)
  • Medizinisches Gutachten über psychische und physische Fähigkeit, um einen Gabelstapler zu führen
  • Auffrischung durch jährliche Sicherheitsunterweisung

Standsicherheit durch Deinen Gabelstaplerschein – Pflichtstunden & Staplerschein Prüfung

Wenn Du einen Staplerschein machen möchtest, müssen einige Theorie- und Praxisstunden rund um den Staplerführerschein absolviert werden. Der Lehrplan sieht dabei jeweils mindestens zehn Stunden für die Theorie sowie die Fahrpraxis vor. Je nach Kenntnisstand und persönlichen Fähigkeiten, können die für den Staplerführerschein vorgesehenen Theorie- und Praxisstunden auch hoch- oder herabgesetzt werden.

Im Theorieteil werden verschiedene wesentliche Einheiten behandelt, die für Dich im alltäglichen Einsatz eines Gabelstaplers wichtig sind: Darunter der Aufbau, die Funktion und die Antriebsarten verschiedener Flurförderfahrzeuge, Last- und Standsicherheit, Verhalten an Türen, Engpässen oder Laderampen, Unfallvermeidung sowie rechtliche Grundlagen. Im praktischen Teil wirst Du in das Fahrzeug eingewiesen, lernst das richtige Ein- und Aussteigen und absolvierst einige Fahr- und Staplerübungen. Um den Staplerführerschein zu erhalten, sind zudem eine theoretische und eine praktische Staplerschein Prüfung abzulegen – ähnlich der Prüfung, die Du eventuell schon aus Deinem Klasse B oder A Führerschein kennst.

Übrigens: Nach Erhalt Deines Staplerführerscheins muss in jedem Fall noch eine innerbetriebliche Unterweisung in die dort vorhandenen Fahrzeuge erfolgen.

Was kann ein Staplerschein kosten?

Wie viel Dein Staplerschein kosten wird, hängt in aller Regel zum einen davon ab, wie viele theoretische und praktische Unterrichtseinheiten für Dich individuell notwendig sind – um Dich ideal für den Staplerführerschein auszubilden. Zum anderen spielt auch die Prüforganisation eine wichtige Rolle. Grundsätzlich liegen die Kosten für einen Gabelstaplerschein aber zwischen 250 und 350 Euro. Die Staplerschein Kosten werden in aller Regel und voller Höhe vom Arbeitgeber übernommen. Als Arbeitssuchender, der den Staplerführerschein als Weiterbildung seiner Qualifikationen machen und für die Jobsuche einsetzen möchte, kannst Du eine Kostenübernahme bei der Agentur für Arbeit beantragen – ob dies bewilligt wird, liegt jedoch im Ermessen der/s Sachberarbeiter:in.

Icon Führerschein Klasse L

Klasse L – der kleine Traktorführerschein

Den Traktorführerschein Klasse L darfst Du bereits ab 16 Jahren machen. Der Führerschein erlaubt es Dir, Zugmaschinen, die für den land- und forstwirtschaftlichen Zweck eingesetzt werden und Bauart-bedingt auf eine Höchstgeschwindigkeit von 40 km/h kommen, zu führen. Ein Gespann mit Anhänger darf nicht schneller als 25 km/h sein. Aber auch selbstfahrende Arbeitsmaschinen, selbstfahrende Futtermischwagen, Stapler und andere Flurförderzeuge mit einer Höchstgeschwindigkeit von 25 km/h darfst Du mit dem Führerschein Klasse L fahren. Um den Führerschein zu erhalten, musst Du eine Reihe theoretischer Stunden absolvieren (mind. 12 Doppelstunden Grundstoff à 90 Minuten plus mind. zwei Doppelstunden Zusatzstoff à 90 Minuten), eine praktische Prüfung ist für diese Führerscheinklasse jedoch nicht vorgesehen.

Icon Mofaführerschein Klasse M

Klasse T – der große Traktorführerschein

Wenn Du ein bisschen schneller mit dem Traktor unterwegs sein möchtest, ist der Führerschein Klasse L vielleicht der Richtige: Auch diesen Führerschein darfst Du ab 16 Jahren machen. Fahren darfst Du damit Zugmaschinen für land- und forstwirtschaftliche Zwecke mit einer Höchstgeschwindigkeit von bis zu 60 km/h. Darüber hinaus darfst Du auch alle Fahrzeuge aus dem L Führerschein fahren. Wer das 18. Lebensjahr abgeschlossen hat, kann mit dem Führerschein Klasse T zusätzlich selbstfahrende Arbeitsmaschinen oder selbstfahrende Futtermischwagen mit einer Höchstgeschwindigkeit von 40 km/h führen.

Bis Du Deinen Führerschein Klasse T in den Händen halten kannst, musst Du eine theoretische und eine praktische Prüfung bestehen: In der Theorie ist in diesem Zusammenhang zum einen der wichtige Grundstoff (mind.12 Doppelstunden à 90 Minuten) sowie der aufbauende Zusatzstoff ((mind. sechs Doppelstunden à 90 Minuten) vorgesehen. Wenn Du schon im Besitz eines anderen Führerscheins bist, kann es sein, dass sich die Plicht-Theoriestunden reduzieren. Im praktischen Teil gibt es keine Vorgaben für eine Mindestanzahl an Fahrstunden – Du und wir entscheiden gemeinsam, wann Du fit genug für die Prüfung bist.

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